Ortsverband Dischingen

Bildung

ÖDP unterstützt Forderungen der Studenten

Unzumutbare Zustände an den Universitäten und Studiengebühren behindern das Studium.

(16.11.2009)

Die Ökologisch-Demokratische-Partei /Familie und Umwelt (ÖDP) zeigt sich solidarisch mit den streikenden Studierenden in ganz Deutschland. Die Partei setzt sich seit Jahren gegen Studiengebühren ein. Studiengebühren seien laut ÖDP eine soziale Ungerechtigkeit. "Schlimm genug, dass es Studiengebühren gibt. Aber dass dann auch noch teilweise Platzmangel in den Hörsälen herrscht, ist ein unzumutbarer Zustand", sagt Diplom-Ingenieur Silvio Mundinger, Ortsvorsitzender der ÖDP.

Streik, als Mittel um seine Unzufriedenheit zu zeigen, bewertet die ÖDP als richtig und angemessen. In der ÖDP sieht man mit großen Bedenken dem nächsten Jahr entgegen: Aufgrund des G8-Systems, das vorsieht, schon in der 12. Klasse Abitur zu machen, gibt es in einem Jahr doppelt so viele Schulabgänger wie normalerweise. Deswegen befürchtet man bei der ÖDP einen noch größeren Mangel an Ausbildungsplätzen, überfüllte Universitäten und unzufriedene Jugendliche. Zudem werde die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen drastisch steigen. Mundinger ist der Meinung, dass der Bologna-Prozess ein Zeichen für das Scheitern von Systemen sei, die "von oben nach unten" arbeiteten. Bei Reformen müsse man die Betreffenden mit einbeziehen, anstatt über deren Köpfe hinweg Änderungen einzuführen. Bildung sei zwar eine Aufgabe der Staates bzw. der Politik und nicht Aufgabe der Studenten, deren Meinung müsse man aber dennoch berücksichtigen.

"Wie soll das denn weitergehen, wenn Studenten immer mehr Geld investieren müssen, um sich eine gute Bildung zu sichern und dann aber das Gefühl haben, dass ihr Geld nicht direkt in die Bildung investiert wird und sie kein Mitspracherecht haben?" kritisiert ÖDP-Politiker Mundinger. Von einer gut ausgebildeten Jugend hätten alle großen Nutzen. Deshalb sei es jahrzehntelang selbstverständlich gewesen, dass die Ausbildung der Jugend an öffentlichen Schulen und Hochschulen über Steuerzahlungen finanziert wurde. Die ÖDP fordert, dieses System wieder einzuführen: "Wir werden die Studiengebühren nicht akzeptieren, weil sie familien- und gesellschaftsfeindlich sind", stellt Mundinger zum Schluss klar.