Hoffentlich

Manche gute Ideen erleiden ein jammervolles Schicksal. Jüngstes Beispiel: Die Finanztransaktionssteuer. Was jetzt bald unter diesem Namen Gesetz werden wird, ist nur noch ein abgenagtes Gerippe der ursprünglichen Idee. Der Lobbyismus der Finanzwirtschaft hat gut gearbeitet…

Es ist zu hoffen, dass es dem „Lieferkettengesetz“ besser ergeht. Knapp gesagt, geht es um nichts anderes als um Anstand im Welthandel. Firmen sollen verpflichtet werden, in der gesamten globalen Lieferkette ihrer Verantwortung für die Einhaltung sozialer Mindeststandards gerecht zu werden. Existenzsichernde Mindestlöhne, Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit – all das soll durch dieses Gesetz zur Verpflichtung für deutsche Importeure und Auftraggeber gemacht werden.

Die Sache ist noch nicht in trockenen Tüchern, obwohl das Arbeitsministerium und das Entwicklungsministerium gemeinsam erfreulichen Druck machen. Vor vier Jahren ist ein erster Versuch in dieser Sache am Lobbyismus gescheitert. Jetzt zeigen sich überraschende Entwicklungen: 42 namhafte deutsche Unternehmen fordern dieses Gesetz, weil sie ganz offensichtlich die viel zitierten Grundsätze des „ehrbaren Kaufmanns“ ernst nehmen.

Wer es noch nicht getan hat, sollte jetzt die Petition unterzeichnen:

https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/petition-lieferkettengesetz/

Bernhard Suttner


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